Umzug in der Steuererklärung

Den Umzug in der Steuererklärung geltend machen

Bald ist wieder Ende Mai und viele Deutsche werden hektisch: Die Steuererklärung muss fertig werden! Gern macht das kaum jemand und so wird die Arbeit bis zum letzten Moment verschoben oder an einen Profi ausgelagert. Doch auch ein Steuerberater kann nur die Kosten geltend machen, die er kennt. Was nicht alle wissen: Auch ein Umzug kann von der Einkommenssteuer abgesetzt werden! Voraussetzung ist, dass Sie aus beruflichen Gründen umziehen. Verringert sich z.B. die Fahrtzeit um mindestens eine Stunde, können pauschale Umzugskosten („Umzugskostenpauschale“) von 746 Euro für Ledige (und 329,- Euro für jede weitere Person im Haushalt) sowie 1.493 Euro für Verheiratete im Rahmen der Werbungskostenpauschale geltend gemacht werden. Auch die Versetzung durch den Arbeitgeber an einen anderen Standort ist eine Voraussetzung dafür, um von dieser Regelung profitieren zu können. Auch wenn eine Krankheit einen Umzug erforderlich macht, haben Sie das Recht, Umzugskosten abzusetzen. Wie in allen Steuerfragen ist das Thema komplex, am besten Sie lassen sich hierzu von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein ausführlich beraten.

Maklerkosten sind absetzbar!

Übrigens ist das noch nicht alles: Ziehen Sie arbeitsbedingt in eine Mietwohnung und beauftragen einen Makler, können Sie auch diese Kosten geltend machen. Da seit zwei Jahren der Auftraggeber den Makler bezahlen muss, schlägt bei Ihnen die Maklercourtage zu Buche. Diese können Sie ebenfalls als Werbungskosten absetzen, zumindest bis zur maximalen Höhe von 1.000 Euro. Das Gleiche gilt übrigens, wenn Sie berufsbedingt eine Zweitwohnung anmieten müssen.
Sind die Umzugskosten höher als die Pauschalsätze, so können die tatsächlichen Ausgaben geltend gemacht werden. Dazu müssen alle Rechnungen und Belege beim zuständigen Finanzamt einreicht werden. Das entscheidend dann darüber, welche Kosten es anerkennt und welche nicht.

Tipp: Achten sollten Sie bei einem berufsbedingten Umzug unbedingt darauf, dass der Arbeitsvertrag vor dem neuen Mietvertrag unterschrieben wurde, sonst wird es schwer, Umzugs- und Maklerkosten abzusetzen!

Weitere Informationen: https://www.steuern.de/umzugskosten.html

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